Darmkrebsprophylaxe
Die Darmkrebsprophylaxe mittels Stuhlprobe ist eine moderne, nicht-invasive Methode zur Früherkennung von Auffälligkeiten im Darm. Sie bietet eine schonende Alternative oder Ergänzung zur klassischen Darmspiegelung, insbesondere für Menschen ohne akute Beschwerden.
Im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung kommen vor allem zwei Arten von Tests zum Einsatz:
1. Immunologischer Stuhltest (iFOBT):
Dieser Test weist verborgenes (okkultes) Blut im Stuhl nach. Blut kann ein Hinweis auf Polypen oder Darmkrebs sein, auch wenn noch keine sichtbaren Symptome bestehen. Der Test reagiert spezifisch auf menschliches Hämoglobin und ist daher relativ genau.
2. Molekulargenetische Stuhltests:
Hierbei wird der Stuhl auf bestimmte genetische Veränderungen untersucht, die typisch für Krebszellen oder deren Vorstufen sind. Dazu gehören:
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Veränderte DNA (z. B. Mutationen in bestimmten Genen)
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Methylierungsmuster, die auf Krebsprozesse hindeuten
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Zellbestandteile, die vermehrt bei Tumoren auftreten
Ein unauffälliger Test bedeutet, dass aktuell keine Hinweise auf Blutungen oder typische Krebsmarker vorliegen. Dennoch ersetzt dies keine regelmäßige Vorsorge, da nicht alle Tumoren kontinuierlich bluten oder genetische Marker abgeben. Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch Krebs, sondern zeigt, dass eine genauere Abklärung meist durch eine Darmspiegelung sinnvoll ist.
Ein wesentlicher Vorteil der Stuhltests liegt darin, dass sie das natürliche Gleichgewicht der Darmflora nicht beeinflussen. Im Gegensatz zur Darmspiegelung, bei der eine vollständige Darmentleerung durch Abführmittel notwendig ist, bleibt das Mikrobiom bei der Stuhlprobe weitgehend ungestört.
Die Darmreinigung vor einer Koloskopie kann die Zusammensetzung der Darmbakterien vorübergehend verändern. Zwar regeneriert sich das Mikrobiom in der Regel wieder, dennoch ist die Stuhlprobe aus mikrobiologischer Sicht deutlich schonender.
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